Die Spannung steigt

Fragen über Fragen

Fragen über Fragen

Mit der Ankunft in Kopenhagen heute Morgen steigt die Spannung im Klimaexpress.

Schon vor dem Verlassen des Zuges wird klar, das Klima ist eisig kalt. Über Nacht hat sich eine weisse Schneedecke und ein eisiger Frost über Dänemark gelegt.


Wir durchqueren die hölzerne Halle des Hauptbahnhofs von Kopenhagen. Im Bahnhofsbuffet gibt Bundesrat Moritz Leuenberger eine kurze Medienkonferenz. Wir fragen uns:

  • Wie ist die Stimmung in der aktuellen Klimahauptstadt der Welt?
  • Welches sind die neusten Verhandlungsresultate?
  • Gibt es überhaupt Verhandlungsresultate?

Die neuesten Informationen sind ernüchternd

Die Verhandlungen scheinen schwierig und das Ziel einer verbindlichen Vereinbarung in weiter Ferne. Die Hoffnung bleibt, denn am Nachmittag werden wir von der Schweizer Verhandlungsdelegation aus erster Hand über den neusten Stand der Verhandlungen informieren.

Vertreter der Schweizer Verhandlungsdelegation wirken unglaubwürdig

Nach einem kurzen Stadtrundgang folgt die Ernüchterung im Hotel Royal. Die Vertreter der Schweizer Verhandlungsdelegation sind spürbar angespannt.

Natürlich hält sich die Delegation an die offizielle Sprachregelung: der Wunsch nach einer klaren Absenkungsvereinbarung vom CO2 Ausstoss für das 2012 auslaufenden Kyotoprotokoll.

Die Delegation schafft es aber nicht, diese Botschaft glaubhaft zu übermitteln. Auf der Strasse hat sich die Stimmung weiter spürbar abgekühlt – ist aber noch nicht umgekippt.

Druck von der Strasse

Die Aktivisten und NGOs halten den Druck von der Strasse aufrecht. Auch Schweizer beteiligen sich daran: Die Klima Allianz spannt eine Schweizerfahne von 40 auf 40 Meter mit rund 10‘000 Unterschriften in Kopenhagen auf und setzt damit ein friedliches und klares Zeichen.

Positive Stimmung kommt auf

Dann, kurz vor der Abfahrt aus Kopenhagen kommt von irgendwo positive Stimmung auf. Anscheinend bewegen sich die Verhandlungen wieder.

Wie sie ausgehen scheint bei Anbruch der letzten Nacht offen. Doch eigentlich ist allen klar: wir brauchen eine Stabilisierung der Klimaerwärmung bei 2 Grad. Und dazu ist eine klare Senkung des CO2 Ausstosses notwendig – und zwar Global.

Ein Scheitern kann sich die Politik sowieso nicht erlauben.
- Axel Michaelowa, Zürcher Ökonom

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