Die Schweiz ist Klimasünderin Nr. 1 in Europa

Jetzt machen wir mal einen Spagat. Das tut der Muskulatur gut, stärkt den Kreislauf und macht den Körper glücklich. Okay, ich meine natürlich keinen physischen, sondern einen rationalen Spagat. Uff, sonst hätte ich jetzt noch meine Beinli verknüpfen müssen.


Also. Im Fussball gehört unsere kleine Schweiz zwar noch nicht zu den Big Players. Da haben Brasilien, Italien oder Spanien die Nase noch vorne. Aber unsere Nati schnuppert bei den Grossen mit. Die Junioren-Nationalmannschaften wurden in den letzten sieben Jahren immerhin einmal Welt- und einmal Europameister.

Die A-Nationalmannschaft nimmt im kommenden Sommer zum vierten Mal hintereinander an einer Endrunde teil. Diese Erfolge haben den Schweizer Fussball in der Weltrangliste auf den beachtlichen 18. Platz (von 203 Positionen) geführt, wo sie damit immerhin vor ehemaligen Weltmeistern wie Uruguay oder Ex-Europameistern wie den Dänen oder Tschechen liegen. In diesen Top 18 liegen immerhin sieben Nicht-Europäer, damit ist die Schweiz also europäisch fast fast in den Top Ten.

Wir sagen; das ist famos. Da sehen wir die Schweiz gerne.

Werden die Letzten die Ersten sein?

Weniger gerne sehen wir die Schweiz, wenn sie auf dem letzten Platz in einer europäischen Tabelle liegt. Anlässlich der Uno-Klimakonferenz in Kopenhagen hat die deutsche Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch ihre neuste Länderrangliste zum Klimaschutz vorgestellt. Mit Rang 13 kommt die Schweiz dabei nicht allzu gut weg.

Das jährliche Rating von Germanwatch untersucht die drei Hauptindikatoren Emissionshöhe, Emissionsentwicklung und Klimapolitik. Bei der nationalen Klimapolitik landete die Schweiz immer wieder auf den hintersten Rängen, weil sie zu lange auf freiwillige Massnahmen gesetzt hat. Schlechte Noten gibt es auch für die Emissionsentwicklung, da der Treibhausgas-Ausstoss noch immer nicht sinkt. Den 13. Gesamtrang verdankt die Schweiz dem Umstand, dass der inländische CO2-Ausstoss vergleichsweise tief ist.

Zählt man diese Emissionen bei der Schweiz als eigentliche Verursacherinnen mit, steigen deren Emissionen von gut 7 Tonnen CO2-Äquivalent auf über 18 Tonnen – damit ist die Schweiz Klimasünderin Nummer 1 in Europa. (Quelle: Tagesanzeiger)

We’ll be back!

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