The Corporation
Filmbeschreibung
The Corporation hat als Plot die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die sich nur um Gewinn kümmert, und nicht um andere Aspekte: Das Unternehmen, eine rechtliche Person ohne Körper, auf die Spitze getrieben. Wer jetzt einen Hassfilm auf die Marktwirtschaft erwartet, wird überrascht:
Mark Achbar und Jennifer Abbott interviewen 40 Konzernchefs und leitende Manager aus allen Wirtschaftsbereichen: Öl- und Pharmaindustrie, Reifenherstellung, Schwerindustrie, PR, Branding, Werbung, verdecktes Marketing.
Sachlich im Tonfall lässt der Film Insider zur Sprache kommen und enthüllt so den absurden Wahnsinn, aber auch die erstaunlichen Zwänge des grosswirtschaftlichen Alltags.
Kommentar
Besonders hervorstechend sind die Interviews mit Ray Anderson, dem CEO einer der grössten Teppichfabriken weltweit und wie er sein Unternehmen ganz auf Nachhaltigkeit trimmt. Ein sehr interessanter Einblick der manche Projektionen auf Grosskonzerne durchbricht.
Gleichzeitig zeigt der Film natürlich auch die üblen Machenschaften und Einflüsse transnationaler Unternehmen. Im Ganzen ist der Film sehr ausgewogen und humorvoll. Mark Achbar macht sehr seriöse Arbeit.
Bisjetzt musste niemand dafür aufkommen, dass Abfälle ins Meer, den Boden und die Luft gelassen werden und die daraus entstehenden Konsquenzen für Lebewesen.
Dieser Film ist sehr, sehr empfehlenswert.
Die englische Doppel-DVD bietet noch 8 Stunden Zusatzmaterial, anwählbar über Personennamen oder Themen. Eins spannender als das andere.
Zusammenhang
The Corporation spricht das Auslagern von Verantwortung in Umweltbereichen an (“Externalisation”), welches der zentrale Faktor im Thema Nachhaltigkeit gehört.
In vielen Unternehmen entstanden deswegen (und auf Druck von NGOs) CSR – Corporate and Social Responsibility – Abteilungen, welche manchmal White-, bzw. Greenwashing machen, manchmal auch bemerkenswerte Sachen. Kommt eben immer doch auf die Menschen drauf an, die dort arbeiten.
Rezensionen
“Einer der spannendsten Filme dieses Jahres aller Genres, nicht nur der Dokumentation… Sensationell!” The New York Sun
“Eine provokante, unterhaltsame und streckenweise beängstigende Dokumentation” Indiewire
“Fesselnd für das Auge und sehr witzig” LA Weekly





