Darwins Alptraum
Offizieller Filmbeschrieb
DARWINS ALPTRAUM zeigt schonungslos, was sonst der erhobene Zeigefinger vieler ähnlich gearteter Produktionen verschweigt. Kommentarlos berichtet der Film von Menschen wie Du und ich, die voller Herzlichkeit von einem Leben berichten, dass in unseren Augen allerhöchstens noch in Spendenplakaten der Vorweihnachtszeit sein Dasein fristet. Aber der Dokumentarfilm ist viel mehr als das: Es geht ihm nicht darum, Elend auszustellen oder Mitleid zu erregen.
Der Film deckt Hintergründe auf, so simpel und zugleich hintergründig, wie sie nicht einmal Michael Moore verhandelt. In Alltagsbildern kommen die zu Wort, die keine Spendengelder erhalten. Und selbst wenn, dann wäre keinem der Spender klar, was wirklich geschieht, dort im tiefsten Afrika. Und vor allem … wer hier von wem profitiert …! Die wahren Kriegstreiber oder wie auch immer man sie nennen mag, sollte man eigentlich schon ganz gut kennen. Fazit: Für jeden, der einen Fernseher besitzt, sollte dieser Film Pflicht sein.
Kommentar
In den sechziger Jahren wurde am ostafrikanischen Viktoriasee der Nilbarsch ausgesetzt. Der Raubfisch schaffte es binnen weniger Jahrzehnte, rund 400 Fischarten auszurotten. Heute gelten die weißen Filets des Nilbarschs als weltweiter Exportschlager, der bevorzugt gegen Munition für die herrschenden Bürgerkriege getauscht wird. Nicht zuletzt deshalb tummeln sich am Viktoriasee einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten.
Bewertung der Filmjury
Inhalt folgt nächstens
Weitere Rezensionen
Inhalt folgt nächstens








