Manufactured Landscapes
Filmbeschreibung
Ein ungewöhnlich packender, wunderschöner, aufschlussreicher, berührender Film, der zum Denken anregt. Al Gore
Eine Fabrik, die 20 Millionen Bügeleisen jährlich herstellt. Ein Damm so unermesslich gross, dass 13 Städte niedergerissen und über 1 Million Menschen umgesiedelt werden müssen, und die Erdachse für ein paar Sekunden aus dem Gleichgewicht kommt, als der Stausee dahinter gefüllt wird. Eine Stadt, in der sich Wolkenkratzer erstrecken, wohin das Auge reicht. Dies sind Motive vor der Kamera des weltbekannten Fotografen Edward Burtynsky. Manufactured Landscapes begibt sich mit ihm auf die Reise durch China, verfolgt die massive industrielle Revolution dieses Landes und besucht Orte, die bei uns im Westen noch nie zuvor zu sehen waren.
Wie Burtynskys erstaunliche und irritierende Fotografie sinniert auch der Film über die Einflüsse des Menschen auf unseren Planeten, ohne je vereinfachende Lösungen oder Antworten zu liefern. Dabei fordert der Film unser eigenes Urteil heraus, verändert unsere Wahrnehmung der Welt und wie wir ihr begegnen.
Kommentar
Dieser Film ist eher subtil und ruhig und kann seine tiefere Botschaft tiefer entfalten, wenn bereits Kenntnisse bezüglich dieser Materie da sind.
Burtynsky: “Ich versuche die industrielle Landschaft als Möglichkeit zu sehen, uns selbst und unsere Beziehung zur Erde zu definieren.” “Es geht nicht um ein einfaches Richtig oder Falsch. Wir brauchen eine ganz neue Denkweise.” Die geballte visuelle und sinnliche Kraft dieses Films kann vielleicht helfen, diese Denkweise zu gebären.
Zusammenhang
Der Zusammenhang zu Nachhaltigkeit und Klimawandel besteht darin, dass China für den Westen produziert und nicht nur für sich selbst.
Normalerweise werden die Umweltschäden und CO2-Emissionen für Produktion und Rohstoff-Extraktion nicht den westlichen Wohlstandsländern angerechnet, welche die Herstellung der Konsumgüter nach China ausgelagert haben (Europa hätte so gerechnet seinen CO2-Ausstoss in den letzten Jahren verdreifacht). Noch ist einem klar, dass die riesigen Abfallströme eben dieser kurzweilig verbrauchten Produkte – Plastik, Chemikalien, Elektronikschrott – wieder nach China zurückgebracht werden.
Über die Zusammenhänge der globalisierten Warenströme, welche durch billige Energie ermöglicht werden, berichten auch We feed the world, The Oil Crash und von Auswirkungen davon natürlich Eine unbequeme Wahrheit.
Rezensionen
“Ein schauerlich schönes Epos über die Gestaltungs- und Verwüstungskraft unserer Spezies… Der kanadisch-schweizerische Kameramann Peter Mettler liefert dazu kongeniale Bilder.” Züritipp
“Der bildstarke Film verstört, rüttelt auf und bringt zum Nachdenken über die Einwirkung des Menschen auf den Planeten…. Eindringlich!” Tages Anzeiger
“Was der Film schonungslos offenlegt, ist das unglaubliche Ausmass, in welchem Entwicklungsländer zu Lieferanten und zur Kläranlage der westlichen Sucht nach Konsum-Schrott geworden sind.” Time Out
“Eine tiefgründige Betrachtung der Auswirkungen des Menschen auf seine Umwelt.” Variety
“Ungemein schön und in ihrer Schönheit vergiftet sind die Welt-Bilder in Manufactured Landscapes… Ein Film über einen Künstler, aber auch einer über die Naturgewalt Mensch.” Züritipp
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Edward Burtynskys Arbeiten und weitere Bilder | eDump:20-minütige Doku zu elektronischem Abfall
Besonders erwähnenswert bezüglich globaler Zusammenhänge der Konsumgesellschaft: Annie Leonards The Story of Stuff.







